Abgespielt

 

Spielzeit 2007/2008: De leste Wille (Letzter Wille)

von Fitzgerald Kusz
Fassung im Platt des Münsterlandes von Hannes Demming


 

Die Hauptperson dieser schwarzhumorigen Komödie (Uraufführung 1996 in München, Theater links der Isar) ist sprachlos: Martha Pöhlmann ist nämlich tot. Dafür reden, als es um ihren Nachlass geht, ihre Erben oder die, welche sich dafür halten, umso mehr: ihre Schwester Olga, deren Kinder Ulla und Kurt nebst Ehefrau Siggi sowie ihr Neffe Heinz nebst Ehefrau Karin, dazu Klaus, der Ehemann von Heinz' verstorbener Schwester Irmgard, und Erich Rau, Marthas Hausmeister.

In fünf immer kürzer werdenden Akten wird das uralte und immer junge Thema des Erbschaftskrieges geistreich, satirisch-ironisch und in boshafter Munterkeit abgehandelt. Umwerfend komische Situationen wechseln ab mit giftigen Dialogen, in denen Misstrauen und Habgier dominieren; aber auch die Liebe kommt, wie es sich bei einer richtigen Komödie gehört, nicht zu kurz.

Die kleinstädtische Gesellschaft spricht (mit Ausnahmen) ein "gehobenes" Platt, in das sich nach dem Willen des Autors Fitzgerald Kusz, eines 1944 in Nürnberg geborenen Franken, bildungsbeweisende hochdeutsche Phrasen und Wörter mischen. Summa summarum ein höchst vergnüglichsarkastischer, zur lachenden Selbsterkenntnis verführender "Leichenschmaus".

 

Tante Martha: Monika Rappers

 

Olga, Tante Marthas Schwester: Elisabeth Georges

 

Ursel: Olgas Tochter: Judith Derpmann

 

Kurt, Olgas Sohn: Ulrich Tarner

 

Siggi, dessen Frau: Uschi Niehues

 

Heinz, Tante Marthas Neffe: Bernd Artmann

 

Karin, dessen Frau: Sophia Demming | Monika Rappers

 

Klaus, Ehemann von Heinz´ verstorbener Schwester: Klaus Uhlenhake

 

Rau, Tante Marthas Hausmeister: Bernd E. Bäumer

 

"Essen auf Rädern": Egbert Kamp

 

 

Inspizienz: Simon Georges | Klaus Uhlenhake | Egbert Kamp

 

Souffleuse: Walburgis Münstermann | Henni Kamp | Annerose Schäfer

 

Regieassistenz: Marianne Löcken

 

Kostüme: Helgard Classen-Seifert

 

Dramaturgie: Ina Klose

 

Regie: Hannes Demming

Bühnenbild: Kerstin Beyer

 


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Stand: 04. Oktober 2009